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Neue Heizungsanlage in der Regionalen Schule arbeitet mit Holzhackschnitzeln

Inbetriebnahme Biomasse-Heizzentrale Regionale Schule Langenlonsheim.

    
LANGENLONSHEIM. In der Energieversorgung geht die Verbandsgemeinde zukunftsweisende Wege. Anlässlich der Eröffnung der neuen Heizungsanlage in der Regionalen Schule sprach Bürgermeister Wolfgang Zimmer gar von einem "Meilenstein in der kommunalen Energiepolitik".

Damit gehe die Verbandgemeinde bewusst andere Wege, betonte Zimmer. Einerseits verringere sich mit dem Einsatz von Hackschnitzeln, mit der die Anlage betrieben wird, die Abhängigkeit von den Konzernen. Denn die benötigten Hackschnitzel werden aus dem Ingelheimer Wald nach Langenlonsheim geliefert. Andererseits wolle die Verbandsgemeinde künftig auf regenerative Energien setzen, machte Zimmer klar.
Daher könne der Bau dieser Anlage nur ein "erster Schritt" hin zu einer sauberen, weniger CO2 ausstoßenden Energieversorgung sein. So sei geplant, auch andere öffentliche Gebäude mit solchen Anlagen auszurüsten. Hier stünden die Grundschule in Guldental und das neue Seniorenzentrum in Langenlonsheim als nächste Projekte an. Zimmer lobte die Kooperation mit der Gemeinde Langenlonsheim bei der Realisierung der Anlage.
Diese bilde gleichsam eine "Nähwäremeinsel", wie es Christoph Zeis, Geschäftsführer der Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe (EDG) nannte. Denn die umweltfreundliche, zentrale Anlage in der Regionalen Schule ersetzte die vorher dezentrale, installierten Anlagen in der Regionalen- und der Grundschule sowie dem Kindergarten. Rund 80 Prozent der Wärme wird über die Holzheizung und 20 Prozent über einen Gaskessel gewonnen. Dieser wird jedoch nur bei Bedarf, etwa bei Frost, als "Spitzenlastkessel" zugeschaltet.
Die Investitionskosten von 500.000 Euro refinanzierten sich durch die Einsparungen, die mit dem Einsatz erneuerbare Energien, wie eben den Holzhackschnitzeln, verbunden seien, erläuterte Zeis. "Denn mit der nachwachsenden Heizenergie aus heimischen Wäldern haben wir auf Dauer deutlich günstigere Brennstoffkosten."
Dass dies so bleibt, ist sich Zeis sicher. Denn die Kosten von Brennholz würden sich gegenüber den fossilen Brennstoffen Öl und Gas auf Dauer auf jeden Fall günstiger entwickeln.
"Eine wirtschaftliche und nachhaltige Investition für eine moderne, kommunale Energiepolitik" zeigte sich Bürgermeister Wolfgang Zimmer von der Anlage überzeugt.

Details zur Anlage:

Zusammen mit der EDG hat die Verbandsgemeinde zur Realisierung des Projektes die Nahwärmeversorgung GmbH (NVL) gegründet

Angeschlossene Gebäude: Regionale Schule, Grundschule, Kindergarten, Gemeindehalle

Gesamtinvestitionen: Rund 500.000 Euro

CO2-Einsparung: rund 300 Tonnen jährlich (gleich 87 Prozent)


Aus Allgemeine Zeitung vom 20.01.2007