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2008 soll weiteres Teilstück der B 50 vierspurig sein

    
Baubeginn für den Abschnitt zwischen Flughafen Hahn und Nieder Kostenz – 10 Millionen Euro für 3,3 Kilometer Straße

Wirklich, tatsächlich, endlich – diese Worte kamen in jedem Grußwort vor. Beim gestrigen Spatenstich zum vierstreifigen Ausbau der B 50 zwischen dem Flughafen Frankfurt-Hahn und Nieder Kostenz schwand in jeder Rede ein Stück Erleichterung mit, dass es nun endlich losgeht.

Nachdem kürzlich in Simmern der Beginn der Bauarbeiten für das Teilstück bis zum Kauerhof begossen wurde, genehmigten sich die Spatenstich-Gäste unterhalb der B 50 ebenfalls ein Schlückchen beim Start des Ausbaus von der gegenüberliegenden Seite.

Für den Landesbetrieb Straßen und Verkehr dankte dessen Chef Norbert Olk dem Wirtschafts- und Verkehrsminister Hans-Arthur Bauckhage für dessen unermüdlichen Einsatz für den Ausbau der B 50: „Sie haben ordentlich dazu beigetragen, dass meine Dienststelle ausgelastet ist“, so Olk. Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium – und damit als Hauptgeldgeber für den Ausbau angereist – stellte die gute Zusammenarbeit zwischen Bund und Land beim Projekt vierspurige B 50 heraus. Die gestern offiziell begonnenen Arbeiten sollen 2008 fertig sein. 3,3 Kilometer ist das Teilstück lang, das für 10 Millionen Euro nun erweitert wird. Es wird auf der nördlichen Seite der bestehenden Fahrbahn angebaut. Gerodet wurde bereits an mehreren Stellen. „ Dieser Ausbau ist nicht nur wegen des Hahns bedeutsam“, sagte Großmann.

Es gehe auch um die wichtige Ost-West-Verbindung, um den Lückenschluss zwischen Antwerpen und dem Rhein-Main-Gebiet. In dem Zusammenhang sagte der Staatssekretär: „Wir hoffen, dass wir den Hochmoselübergang geregelt kriegen.“ Minister Baukhage verkündete stolz: „Wir beginnen – allen Unkenrufen zum Trotz.“ Nachdem bereits das erste Teilstück zwischen Simmern und Kauerhof begonnen wurde, fehlt nach dem gestrigen Spatenstich nur noch der mittlere Ausbauteil.

Landrat Bertram Fleck gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die vierstreifige Bundesstraße in der Zukunft einmal ähnlich positive Auswirkungen auf unsere Region haben möge, wie dies seinerzeit entlang der A 61 gewesen ist: „Wir warten darauf, dass es fertig ist“, so Fleck.

Carsten Koppke, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirchberg, erinnerte in seinem Grußwort an die „Weltuntergangsstimmung“, die beim Abzug der amerikanischen Streitkräfte in der Region geherrscht habe. Mittlerweile sei daraus eine Aufbruchstimmung geworden, und der Baubeginn zur Vierspurigkeit sei ein Beleg dafür.

Koppke wiederholte einmal mehr, dass ein Flughafen nicht nur Vorteile bringe: „Aber ich glaube, dass mehr als 80 Prozent der Bevölkerung den Hahn unterstützen. Beweis dafür sei, dass dieser Bauabschnitt von keinem einzigen Bürger beklagt wurde: „Kein Vögelchen, kein Blümchen steht dem Bauvorhaben im Weg“, konstatierte Koppke, der in gleichem Atemzug betonte, dass er nicht so verstanden werden möchte, als habe er etwas gegen Vögel oder Blumen. Später, beim Imbiss, hob Koppke den Popularitätsschub hervor, den unsere Region durch den Flughafen bekommen habe: „Jahrelang wollte keiner was von uns wissen. Jetzt kommen sie plötzlich alle zu uns.“

Quelle: Öffentlicher Anzeiger