Ein Handwerker-Typ: Straßenbauer aus Leidenschaft

Auszubildender Pascal Delzeit berichtete im Interview mit der Allgemeinen Zeitung, über seine Leidenschaft zum Beruf des Straßenbauers.

Bad Kreuznach. Als Straßenbauer kommt man ganz schön rum. Da muss im Mittelstreifen der Autobahn am Airportring Kelsterbach ein Regenwasserkanal ausgetauscht werden, um die Entwässerung zu erneuern, da wird für eine Kita in Mainz die Außenanlage gepflastert oder in einem Privatgarten im Soonwald eine Trockenmauer angelegt. Es kann auch sein, dass man Pascal Delzeit schon mal auf einer Baustelle in der Kurhausstraße in Kreuznach oder jüngst auf der Baustelle vor dem Diakonie-Krankenhaus begegnet ist, wo ein Fachärztezentrum errichtet wird und wo zunächst die Versorgungsleitungen umgelegt werden mussten.
Wohin die Reise geht, das entscheiden die Auftraggeber des Ausbildungsbetriebes, der Firma Schneider Bau mit Sitz in Merxheim. Dort hatte sich der heute 29-jährige Auszubildende vor knapp eineinhalb Jahren als Hilfsarbeiter beworben. „Warum denn das? Wenn Sie bei uns arbeiten möchten, dann lernen sie doch einen Beruf von grundauf“, hieß es damals beim Vorstellungsgespräch. Eine Chance, die Pascal Delzeit wirklich überraschte und die er gerne ergriff. Im Sommer wird er nun seine Gesellenprüfung als Straßenbauer absolvieren. Die Ausbildung von drei Jahren wurde verkürzt, da der junge Mann bereits eine Lehre als Bäcker abgeschlossen hatte und vier Jahre im Beruf tätig war. Wie sich in dieser Zeit herausstellte, wollte er doch eine andere berufliche Richtung einschlagen. Bestätigt wurde er in seiner Entscheidung während der folgenden drei Jahre, in denen er in der „Hightech-Kanalisierung“ arbeitete und damals schon auf Baustellen in ganz Deutschland, Luxenburg oder Belgien tätig war.
Obwohl es im Tiefbau neben dem Straßenbauer auch den (noch relativ jungen) Ausbildungsberuf Kanalbauer gibt, tangiert auch dieser Bereich regelmäßig die Aufgabenstellungen eines Straßenbauers. Ein Beruf, der leider nicht so leicht an Nachwuchs herankommt, wie sich die Firma Schneider Bau wünschen würde, betont Martin Partenheimer, Personalleiter des Unternehmens, das in der gesamten Unternehmensgruppe rund 200 Mitarbeiter beschäftigt, inklusive 25 Auszubildenden in 12 verschiedenen Berufen. Lehrstellen werden sowohl im kaufmännischen wie technischen Bereich besetzt, dazu kommen die handwerklichen Sparten. Zum 1. August besetzen möchte die Firma konkret je eine Lehrstelle Straßenbauer und Maurer sowie zwei Ausbildungsplätze Betonbauer. Gerade hier sei es oft schwierig, gute, motivierte Leute zu finden, obwohl die späteren Berufsaussichten bestens seien.
Begeisterung spürbar
Von der Sorte eines Pascal Delzeits, „Ein echter Glücksfall“, da hätte der Personalleiter gerne mehr Nachwuchskräfte. Auch deshalb, weil der junge Mann, der in Griebenschied, 20 Kilometer von Merxheim entfernt, sich in der  Schule anstrengt. Aktuell findet eine der regelmäßigen Unterweisungen im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer in der Siemensstraße statt. Aktuelles Lernfeld: Asphaltbau. Wenn Pascal Delzeit beginnt, von Kurvenberechnungen und Höhenniveau, Tief- und Hochbord oder Natursteinrinnen zu sprechen, dann spürt man seine Begeisterung für den Beruf. „Anspruchsvoll ist der Beruf auf jeden Fall“, betont er. Und Partenheimer unterstreicht: „Ungelernte Kräfte auf dem Bau gibt es kaum noch.“ Dafür seien viele Aufgabenstellung in der Praxis viel zu komplex. Klar, die Arbeit ist körperlich oft auch anstrengend, gibt Pascal Delzeit zu. Dann aber wieder sorgen Einsatz hinter dem Steuer von Kettenbagger, Radlader oder Lkw für Ausgleich. Zudem betont der 29-Jährige, sei es schon ein schönes Gefühl, etwas Bleibendes zu schaffen, die „Landkarte geologisch“ im positiven Sinne zu verändern. Bei Großbaustellen  kann es schließlich sein, dass mehrere Hunderttausend Kubikmeter Erde, Schotter oder Sand an einem Tag bewegt werden. Eine Startbahn für einen Flughafen anzulegen, das ist allerdings dann doch eine Herausforderung, die der künftige Straßenbauer anderen überlassen möchte. Wenn alles glatt läuft, dann wird Pascal Delzeit seinem Nachfolger als Azubi künftig in einer der Schneider-Bau-Kolonnen zur Seite stehen, die private und kommunale Auftraggeber sowie große Industrieunternehmen im südlichen Rheinland-Pfalz, im Rhein-Main-Gebiet, im Saarland und natürlich an der Nahe haben. Sowohl Personalleiter wie Auszubildender wären an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert. „Im Ausbildungsberuf Straßenbauer gibt es quasi eine Übernahmegarantie“, betont der Personalleiter angesichts des (bundesweiten) Fachkräftemangels in dieser Sparte.
Dass sich der Berufsnachwuchs in dem Merxheimer Unternehmen gut aufgehoben fühlen kann, das beweisen mehrere Auszeichnungen, die Schneider Bau 2015 verliehen wurden. Dazu gehörten die Auszeichnungen „attraktiver Arbeitgeber Rheinland-Pfalz oder „Ausbildung AS“. Mit zu den Pluspunkten, die für das Unternehmen sprachen und sprechen, ist unter anderem auch da Engagement, das bis in die Schulen hineingeht (kooperiert wird mit den Realschulen plus in Kirn und Kreuznach) sowie das soziale Engagement. Unter anderem nimmt Schneider Bau an der Ines-Börse teil oder hat auch schon mal einer Familie in einer Nachbargemeinde bei einer „Superheimwerker“-Folge im TV geholfen.
Quelle: Allgemeine Zeitung, 11. Februar 2016, Isabel Mittler-Zumsteg

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